Arme Ritter

Aus Saarland-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Zutaten

6 Milchbrötchen
125 ml Milch
1 Ei
1 El Zucker
Paniermehl
Margarine

Zubereitung

Milch mit Zucker und Ei verquirlen.
Brötchen in Viertel schneiden und darin einweichen. Danach in Paniermehl wenden. Von beiden Seiten in Margarine goldbraun anbraten. Mit Zucker und Zimt bestreuen und mit Vanillesoße servieren.

Kulturgeschichtlicher Hintergrund

Mit der Renaissance und der Aufklärung ging das Zeitalter der Ritter zu Ende. Die Edelmänner mit Schwert und Eisen wurden zum Gespött vieler, was sich vor allem in dem Roman "Don Quijote" von Cervantes ausdrückt. Er irrt mit seinem Sancho Panza in der "Mancha" (spanisch für Fleck) umher und verewigt sich als halb-verhungerte Silhouette. Im Gegensatz zum aufstrebenden Bürgertum waren Ritter nun arm. Das Gericht "Arme Ritter" ist alles andere als kostspielig. Es ist sehr einfach und passt irgendwie zu dem tragischen Niedergang mittelalterlicher Helden.

Verzehr

Arme Ritter sind keine eigenständige Mahlzeit. Sie gehören zu einem Menü, sollten aber dort als Nachspeise motiviert sein. Sie passen hervorragend zu einem kulinarisch-kulturellen mittelalterlichen Themenabend, z.B. nach einem auf offenem Feuer gegrillten Spanferkel. Die Steigerung: Alle Gäste müssen in mittelalterlicher Verkleidung erscheinen, und auf dem CD-Player läuft mittelalterliche Musik. Noch besser: passende Live-Musik.

Literatur

Ria Seitz-Lehnert: Sießschniss, das saarländische Backbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert Die gudd Supp, das saarländische Suppenbuch, Lehnert Verlag / Claudia Lehnert: Aus Dibbe & Pann, Rezepte der traditionellen saarl. Küche, Lehnert Verlag / Claudia & Charly Lehnert: Dibbelabbes, Das saarländische Grumbeerbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert: Hauptsach - gudd gess, Rezepte der saarländischen Küche für Gourmets, Lehnert Verlag [1]