Bettseichersalat
auch: Bettseijersalat
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Zutaten
500g Löwenzahn
50g Speckwürfel (mager)
1 Stk Zwiebel
2 Stk Eier hartgekocht
6 EL Essig
4 EL Öl
3 Stk Kartoffeln mittelgroß, gekocht
noch besser mit Kerschdscher wegen des Geschmacks.
2 EL Wasser
Salz, Pfeffer evtl. Fondor
Maggi muss da dran!!!
Zubereitung
Die Kartoffeln klein schneiden und weich kochen. Den Löwenzahn klein schneiden. Zwiebel und Speck anbraten, bis die Zwiebel glasig ist.
Für die Soße: Das Eigelb aus den hartgekochten Eiern entfernen und durch ein Sieb streichen. Danach mit Essig, Wasser und Öl glattrühren, salzen und pfeffern. Das Eiweiß ganz klein schneiden und unter die Soße geben. Die Soße über den Löwenzahn gießen und dann das noch warme Zwiebelspeckgemisch und die heißen Kartoffeln untermischen.
Reichen Sie zu dem Salat frisches Baguette.
Wortherkunft
Es leitet sich ab von der harntreibenden Wirkung des Salats und ist von daher komisch und derb zugleich. Es ist eine direkte Übersetzung des französischen Imperativs "pissenlit". Das deutsche Wort "Löwenzahn" nimmt Bezug auf die gezackte Form der Blätter. Sie erinnerten wohl den Erfinder an ein Löwengebiss. Eine internationale Assoziation übrigens: Das englische Wort "dandelion" leitet sich ab von dem französischen Ausdruck "dent de lion", und selbst im Altgriechischen gibt es bereits den "Leontondon".
Spielerischer Umgang mit dem Wort
Bettseicher kaufte man nicht, man stach ihn selber. Ein Frau aus Spiesen, die sich besonders vornehm ausdrücken wollte, soll einmal in einem Geschäft "Bettpissen" verlangt haben. Das führte dazu, dass die gesamte Familie das Wort "Bettpissen" als Spitznamen verpasst bekam. Selbst die Nachkommen blieben davon nicht verschont, weder "Bettpissens Nicole", noch "Bettpissens Mark".
Schulkinder variierten einen Dialogfetzen aus Schillers Bürgschaft:
"Was wolltest Du mit dem Dolche? Sprich!"
"Bettseicher steche - verstehschde mich?"
Literatur
Claudia Lehnert: Aus Dibbe & Pann, Rezepte der traditionellen saarl. Küche, Lehnert Verlag, Claudia & Charly Lehnert: Dibbelabbes, Das saarländische Grumbeerbuch, Lehnert Verlag, Charly Lehnert: Hauptsach - gudd gess, Rezepte der sarländischen Küche für Gourmets, Lehnert Verlag [1]