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Der geizige Bäcker

Aus Saarland-Lexikon

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An der Schlossmauer in Saarbrücken befindet sich die steinerne Fratze eines Wasserspeiers. Der Sage nach soll es sich dabei um das Abbild eines reichen Saarbrücker Bäckers handeln, der die Armen während einer Hungersnot zurückgewiesen und ihnen kein Brot gegeben hatte. Als die Fürstin vom Geiz des Bäckers hörte, wollte sie ihm einen Denkzettel verpassen. Sie verkleidete sich als Bettlerin und ging zu dem Geizhals um ihn um ein Almosen zu bitten. Doch auch sie wurde von ihm abgewiesen. Da ging die Fürstin zu ihrem Hofbildhauer und gab ihm den Auftrag, einen Wasserspeier zu meißeln, der die Züge des geizigen Bäckers tragen sollte. Von nun an musste die steinerne Fratze des Bäckers unter dem Gespött der Saarbrücker von der alten Brücke aus das schmutzige Wasser in die Saar speien. Später, nach dem Autobahnbau, brachte man sie an der Schlossmauer an.

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