Erich Später
Aus Saarland-Lexikon
Erich Später, Historiker und Journalist
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Herkunft und Ausbildung
Erich Später wurde 1959 geboren. Er machte zuerst eine Buchhändlerlehre und studierte danach in Berlin und Saarbrücken.
Tätigkeiten
Erich Später ist Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung im Saarland, die der Partei „Bündnis 90, die Grünen“ nahe steht. Er schreibt regelmäßig für die Zeitschrift `konkret´. Sein Schwerpunkt sind Recherchen über Verbrechen der Deutschen in der besetzten Tschechoslowakei.
Geschichte des Saarlandes
Erich Später setzte sich mehrfach mit der Zeit nach dem Referendum 1955 auseinander, vor allem mit den Biografien der Heimatbund-Politiker in der Nazi-Zeit. Er entdeckte und publizierte etwa den NSDAP-Mitgliedsausweis des späteren saarländischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder und recherchierte dessen Tätigkeiten in den Niederlanden.
Die Publikation „Deutsch ist die Saar“ (siehe Literatur!), die sich mit Heinrich Schneider beschäftigt, hat dessen Sohn zu einer „strafbewehrten Unterlassungserklärung“ veranlasst. Erich Später hatte Heinrich Schneider als „hoher Funktionär und Propagandist“ der NSDAP bezeichnet, und er hat ihn mitverantwortlich gemacht „für die organisierte Entrechtung, Ausplünderung und Vertreibung der Saarländer jüdischen Glaubens“ nach der Saarabstimmung 1935. Erich Später weigerte sich, seine Aussage zurückzunehmen.
Literatur
- Das Wort des Führers ist unser Befehl, Heinrich Schneider ein deutscher Patriot, Saarbrücker Hefte, Nr. 89, Frühjahr 2003.
- Deutsch ist die Saar! 50 Jahre Saar-Referendum, in: grün:konkret, Nr.2/2005, S.18-19.
- Kein Frieden mit Tschechien. Die Sudetendeutschen und ihre Landsmannschaft, Hamburg 2005.
- Villa Waigner, Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag 1939-45, Hamburg 2009.
