Faasekiechelcha

Aus Saarland-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Die Zutaten

für 20-22 Stück

500 g Mehl
15 g Hefe;evtl. 1/3 mehr
1/8 l Milch; reichlich
80 g Butter
60 g Zucker
1 TL Salz
1 Ei
Backfett

3 EL Zucker
1 TL Zimt

Die Zubereitung

Den Teig wie Hefeteig zubereiten. Den Teig fingerdick ausrollen, zu Küchlein zurechtschneiden. Ca. 1- 1 1/2 Stunden gehen lassen. In Frittierfett goldgelb braten. Der Teig muss im Fett schwimmen. Nach dem Backen mit Zucker und Zimt bestreuen.

Das Wort

Selbstgemachte Faasekiechelcha bzw. Faasenachtskiechelcha gab es - wie das Name schon sagt - an Fastnacht (in der "Nacht vorm Fasten" - und ein paar Tage davor...). In Österreich sind es Krapfen und in der Hauptstadt isst man Berliner Pfannekuchen.

Das Lied

Die Kinder sangen:

"S´is Faasenacht, s´is Faasenacht,

die Kiechelcha werre gebackt.

Eraus demit, eraus demit,

mir stecke se in der Sack."

Dazu gab es ein eher agressive Fortsetzung, die zeigt, wie wichtig die Fastnachtsspeise war:

"Unn wenn die Alt kenn Kiechelcha backt,

dann bloose mir of die Faasenacht..."


Literatur

Ria Seitz-Lehnert: Sießschniss, das saarländische Backbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert Die gudd Supp, das saarländische Suppenbuch, Lehnert Verlag / Claudia Lehnert: Aus Dibbe & Pann, Rezepte der traditionellen saarl. Küche, Lehnert Verlag / Claudia & Charly Lehnert: Dibbelabbes, Das saarländische Grumbeerbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert: Hauptsach - gudd gess, Rezepte der saarländischen Küche für Gourmets, Lehnert Verlag [1]