Fleischkiechelscher

Aus Saarland-Lexikon
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Saarländische Besonderheiten

Saarländer essen "Fleischkiechelscher" (Fleischküchelchen). Sonstwo heissen sie Frikadellen, Bouletten oder Fleischpflanzerl. Das Prinzip ist immer das gleiche: Gehacktes Fleisch wird gewürzt, zu Klösen geformt und gebraten. Fertig!

Bei der Fleischauswahl gibt es zwei Gruppen von Köchen: die einen mischen Schweinefleisch mit Rindfleisch, die andern bevorzugen Rindfleisch pur.


Die Würzung

Da gibt es die klassische saarländische Gewürzkombination: Pfeffer und Salz, Muskat und Maggi. Dazu: eingeweichtes Brötchen und Ei. Je nach Geschmack kommen klein gehackte Zwiebeln (gebraten oder roh) und fein gewürfelter Knoblauch hinzu.

Die saarländische Edelfassung kennt als Zutaten weiterhin: Senf auf Dijon, Majoran oder Petersilie. Die grossen saarländischen Gourmets fügen noch kleingehackte Sardellen und Kapern hinzu und ersetzen des Pfeffer aus dem Streuer durch kleingehackten frischen grünen Pfeffer.

Eine Füllung aus provencalischem Ziegenkäse mit entsprechenden Kräutern ist denkbar.


Die Pannade

Es genügen Semmelbrösel.


Das Braten

Im Idealfall in einer Mischung aus Butter (wegen des Geschmacks) und Öl (damit es nicht anbrennt). Wichtig dabei: der Backofen. Man sollte ihn auf 100 Grad stellen. Die Fleischkiechelscher auf keinen Fall "flächendeckend" braten, sondern immer nur ein bis drei auf beiden Seiten in einer Pfanne anbraten und dann in den Backofen zum Durchgaren "verfrachten". Danach die nächsten braten. Wenn die Prozedur beendet ist, alle aus dem Backofen rausnehmen und - wie Steaks - noch 3 bis 5 Minuten unter Alufolie ruhen lassen.


Das Servieren

Ideale Beilagen: krustige Bratkartoffeln, Senf, frischer Salat, Doppelweck und Bier.


Manche mögen sie kalt

Okay! Das geht auch. Am nächsten Tag, direkt aus dem Kühlschrank. Oder auf dem Brot.