Fleischsalat

Aus Saarland-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Kulturelle Einordnung

Die saarländische Küche kennt auch das Menü. Es gibt mehrere "corridores" (= Gänge), allerdings nur an Festtagen. Der Sonntag kennt die Vorspeise, die "gudd Rindfleischsupp" und eventuell die Nachspeise, irgendein Pudding. Aber der ganz grosse Anlass (Hochzeit und ähnliches) braucht das Gericht zwischen der Suppe und dem Hauptgericht.

Praktische Erwägungen

Im Mittelmeerraum gibt es zwischen der Vorspeise und dem Hauptgericht einen Fischgang. Das kann man sich dort leisten. Schliesslich lebt man nicht an der Saar, der Blies und der Mosel, wo es weitaus praktischere Erwägungen gibt. Dort ist ganz einfach das Fleisch übrig, das man gebraucht hat, damit die Suppe keine einfache Rindfleischsuppe ist, sondern "e gudd Rindfleischsupp". Und Saarländer werfen nichts weg - koste es, was es wolle...

Der Zwischengang

Da gab es das ausgekochte Rindfleisch entweder mit Meerettisch oder mit Senf. Die Alternative auf höchstem Niveau war der Fleischsalat. Das Rezept war einfach: Suppenfleisch wurde klein geschnitten. Dazu kamen klein gehackte

Zwiebeln

Knoblauch

Paprika

Petersilie

Gurken

Eier

Das alles gewürzt mit einer klassischen saarländischen Salatsosse.

Die Menge vergrößert man, indem man klein geschnittene Lyonerwürfel (gleiche Menge und gleiche Form wie das Fleisch) schnippelt und untermengt.

Die Beilagen

Dunkles Butterbrot mit Pils - oder, falls es eigenständige Mahlzeit ist: Knusprige Bratkartoffeln mit Pils.