Frühstück

Aus Saarland-Lexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Einordnung

Mittlerweile weiss man, dass das Frühstück nicht mehr und nicht weniger war als eine Zwischenmahlzeit. Man aß abends. Basta! Und dann ging es in die Kiste. Und das Frühstück war lediglich die Unterbrechung des Fastens, eine Fastenmahlzeit, ein breakfast. Auch die Franzosen konzentrierten ihre kulinarischen Ambitionen auf den Abend. Zu Mittag wurde gefastet, also "déjeuner", und das Frühstück gar war das petit déjeuner.

In Mitteleuropa

Da konnte man sich mit diesen Ritualen nicht abfinden. Deshalb ist das saarländische Frühstück weder geprägt von unseren englischen, noch von unseren französischen Freunden. Es ist anders. Es ist reich.

Kaffee oder Café?

Das Getränk steht im Saarland im Mittelpunkt. Man trinkt Kaffee oder Café. Bisweilen wird sogar der Ausdruck "Kaffee trinken" für "frühstücken" benutzt. Die Hauptsache: flüssig, koffeinhaltig und heiß.

Beilagen

Der Kaffee hat einen Verwandten, und der muss unbedingt dabei sein: das frische Brötchen, ersatzweise eine Scheibe Brot. Beide hungern nach Butter. Darauf kommen flächendeckende Massnahmen: Käse, Wurst und/oder Marmelade. Dazu: Das Frühstücks-Ei. Das Lieblingsobjekt vieler Satiriker. Denn da scheiden sich die Geister: Da gibt es Anhänger der 3-Minuten-Eis, des 5-Minuten-Eis und des fast-viereinhalb-Minuten-Eis. Und wenn die sich trotz Trauschein nicht vertragen, dann ist Loriot! - Damit beginnt der Tag, und nichts kann schief gehen. Oder doch!?