Krimmelkuche

Aus Saarland-Lexikon
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Inhaltsverzeichnis

Das Wort "Krimmele"

Saarländische Fassung von "Krümeln". Das allzu vornehm klingende "ü" im Hochdeutschen wird zum einfachen "i", und der Konsonant "m" wird verdoppelt. Interessant die Pluralbildung, die ja auch in der hochdeutschen Sprache sehr schwierig ist: Aus dem "n" wird ein "e".

Das Wort "Krimmelkuche"

"Krimmelkuche" ist der saarländischer Ausdruck für "Streuselkuchen". Im Hochdeutschen sind "Streusel" das Ergebnis von "streuen" (was man auch bei Schneefall und Glatteis machen kann). "Krimmele" haben etwas mit Verkleinern zu tun, und das macht man mit dem Teig, wenn man "Krimmelkuche" auf den Tisch bringen will.

Essgewohnheiten

Der (trockene) "Krimmelkuche" ist neben dem "Wickelkranz" ein Klassiker beim "Leischsimbs" (=Leichenschmaus). Ansonsten gilt er als einfacher Hefekuchen, den man allerdings veredeln kann.

Zutaten für den Kuchen

eine Packung Trockenhefe,

500 Gramm Mehl

ein Teelöffel Zucker,

ein Viertel lauwarme Milch,

60 Gramm Butter,

40 Gramm Zucker,

eine Prise Salz

Zutaten für den Streusel

250 Gramm Mehl,

250 Gramm gehackte Mandeln,

150 Gramm Zucker,

250 Gramm Butter

Zubereitung

  • Trockenhefe mit dem Mehl vermischen!
  • Milch hinzufügen!
  • Zugedeckt an einem warmen Ort 10 Minuten gehen lassen!
  • Butter zerlassen, mit Mehl, Zucker und etwas Salz in eine Schüssel geben!
  • Vorteig zufügen und mit dem Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig kneten!
  • Zugedeckt an einem warmen Ort zur doppelten Größe aufgehen lassen!
  • Noch einmal kneten und ausrollen!
  • Auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech auslegen!
  • Noch einmal ca. 1/2 Stunde gehen lassen!
  • Die Zutaten mit den Händen zu Streuseln zusammendrücken.
  • Auf dem Teig verteilen.
  • Bei 180 Grad, vorgeheizt, 30 Minuten backen.


Literatur

Ria Seitz-Lehnert: Sießschniss, das saarländische Backbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert Die gudd Supp, das saarländische Suppenbuch, Lehnert Verlag / Claudia Lehnert: Aus Dibbe & Pann, Rezepte der traditionellen saarl. Küche, Lehnert Verlag / Claudia & Charly Lehnert: Dibbelabbes, Das saarländische Grumbeerbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert: Hauptsach - gudd gess, Rezepte der saarländischen Küche für Gourmets, Lehnert Verlag [1]