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Oskar Lafontaine

Aus Saarland-Lexikon

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Oskar Lafontaine wurde am 16. September 1943 in Saarlouis-Roden geboren.

Lafontaine studierte nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Prüm (Eifel) Physik an der Universität des Saarlandes und der Universität Bonn. Er beendete sein Studium 1969 als Diplom-Physiker. Von 1974 bis 1976 war er Bürgermeister der Stadt Saarbrücken und bis 1985 Oberbürgmeister. Ab 1985 regierte er 13 Jahre lang als erster SPD Ministerpräsident im Saarland. Am 28. Januar 1990 wurde er einstimmig als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahlen nominiert, doch später in diesem Jahr zog er seine Kandidatur zurück und blieb saarländischer Ministerpräsident.

Die psychisch-kranke Adelheid Streidel verletzte Lafontaine bei einem Wahlkampf-Auftritt 1990 mit einem Messerstich nahe der Halsschlagader lebensgefährlich.

Vom 27. Oktober 1998 bis zum 10. März 1999 war Oskar Lafontaine Bundesminister für Finanzen im Kabinett Schröder. 2005 trat er aus der SPD aus und wurde zusammen mit Lothar Bisky zum Vorsitzenden der Partei DIE LINKE gewählt. Oskar Lafontaine ist in 3. Ehe mit Christa Müller verheiratet.

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