Quetschekuche

Aus Saarland-Lexikon
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Quetsche - Zwetschge, Zwetsche oder Zwetschke (Prunus domestica subsp. domestica) war und ist im Saarland sehr beliebt, unter anderem wegen der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten: Marmelade, Schnaps und Kuchen. Die Quetsche dient sogar in einer Redewendung als Masseinheit für Übertreibungen: "Unn noch e Quetschekuche!" was so viel bedeutete wie "Ist das noch steigerbar?".

Zwetschgenkuchen wird aus einem Hefeteig und "Quetschen" gemacht. Man verzehrt ihn im Saarland - und das scheint einmalig auf der Welt zu sein, häufig zur Bibbelsches-Bohne-Supp.

Der Quetschekuchen wurde vor allem von den Schwerstarbeitern in ungeheuren Mengen verzehrt. Ein "Stück", das war keine Einheit für jemand, der acht Stunden unter Tage oder vorm Hochofen gearbeitet hatte. Bisweilen kalkulierte man einen Zwetschgenkuchen (saarländisch: Quetschekuche) für einen in der Schwerindustrie tätigen Sohn.

Literatur

Ria Seitz-Lehnert: Sießschniss, das saarländische Backbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert Die gudd Supp, das saarländische Suppenbuch, Lehnert Verlag / Claudia Lehnert: Aus Dibbe & Pann, Rezepte der traditionellen saarl. Küche, Lehnert Verlag / Claudia & Charly Lehnert: Dibbelabbes, Das saarländische Grumbeerbuch, Lehnert Verlag / Charly Lehnert: Hauptsach - gudd gess, Rezepte der saarländischen Küche für Gourmets, Lehnert Verlag [1]