Sankt Ingbert

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"Die merkwürdigste Mittelstadt Deutschlands"

St. Ingbert

Wappen

Oberbürgermeister Georg Jung
Kontakt

Tel.: 06894-130
Fax: 06894-13240
www.stingbert.de
Am Markt 12
66386 St. Ingbert

Stadtteile

St. Ingbert (Mitte)
Rohrbach
Hassel
Oberwürzbach
Rentrisch

Die Mittelstadt St. Ingbert ist mit 37361 Einwohnern (Stand: 31.12. 2009) die fünftgrößte saarländische Stadt und liegt in den Ausläufern des Pfälzerwaldes.


Inhaltsverzeichnis

Grundlegendes

St. Ingbert im Winter (vom Beckerturm gesehen)

888 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, seit 1829 hat sie Stadtrechte.
Im 18. Jahrhundert begann in St. Ingbert langsam die industrielle Entwicklung, die zu einem florierenden Eisenwerk, der "Schmelz", führte. Mitte des 20. Jahrhunderts endete mit der Stilllegung der "Schmelz" die Eisen- und Kohlezeit in St. Ingbert.
Nach dem wirtschaftlichen Niedergang der traditionellen St. Ingberter Industrie im Bereich Glas, Kohle und Stahl sind es heute vor allem Unternehmen aus dem High-Tech-Bereich und Dienstleistungssektor, die Arbeitsplätze anbieten.
In der Amtszeit von Oberbürgermeister Dr. Winfried Brandenburg (1984-2004) entstand in der Stadt eine gesunde Mischung aus unterschiedlichen Wirtschaftsunternehmen, die heute das Rückgrat der St. Ingberter Wirtschaft bilden.

Sehenswert in St. Ingbert ist die Alte Schmelz, das ehemalige denkmalgeschützte Eisenwerk, in der mittlerweile viele Veranstaltungen stattfinden, das Besucherbergwerk Rischbachstollen, der Buntsandsteinfelsen Stiefel im Stadtteil Rentrisch und der Teufelstisch - ein Stein, welcher der Sage nach eine Opferstätte war.
Seit über 20 Jahren wird in der Woche der Kleinkunst, einem der wichtigsten Kleinkunst-Festivals im deutschsprachigen Raum, die "St. Ingberter Pfanne" verliehen.
St. Ingbert wurde früher auch als die "heimliche Kulturhauptstadt" des Saarlandes bezeichnet. Über 350 Vereine und zahlreiche neue Projekte (Internationales Jazz-Festival, Edle Steine, Lausbuben- und Gören-Fest, Saarländisches Chorfestival usw.) prägen das kulturelle Gesicht der Stadt.

Ursprüngliches Logo
Beckerturm
Werbefigur Ingo

Das ursprüngliche offizielle Logo der Stadt St. Ingbert wurde 1986 von dem St. Ingberter Graphiker Karl Basters (später: Karl Lennertz) geschaffen. Es zeigt die drei charakteristischen Türme der Stadt (Engelbertskirche, Josefskirche, Beckerturm) als Silhouette und wird auch heute noch in modifizierter Form als Logo genutzt. Basters schuf auch die Figur des Ingo, die über lange Jahrzehnte Umfeldwerbung für die Stadt St. Ingbert betrieb.
Ein weiteres, landesweit bekanntes Wahrzeichen St. Ingberts ist der Beckerturm, ein Teil des Sudhauses der ehemaligen Brauerei Becker. Der Turm wurde von dem renommierten Architekten Hans Herkommer im Jahr 1931 vollendet.

Geschichte der Stadt

St. Ingbert wurde erstmals am 28. Juni 888 n. Chr. urkundlich als "Lendelfingen" erwähnt. Allerdings zeugen archäologische Funde davon, dass bereits vor dieser Zeit Menschen hier gewohnt haben. Am Oberthaler Berg bei Oberwürzbach und auf dem Stiefel wurden Steinklingen, Pfeilspitzen, Mahlsteine und Steinbeile gefunden, die aus der Mittleren Steinzeit stammen. Möglicherweise haben die ersten Siedler die Eichertsfelsen und Schindtaler Felsen in Oberwürzbach als Behausung benutzt.

Der Ortsname

Der Name der Stadt geht auf den Heiligen Ingobertus zurück. Dieser soll um 580 auf dem heutigen Stadtgebiet als Einsiedler gewirkt haben.
Nach dem Wegzug Ingoberts benannte man vermutlich eine Kapelle nach dem Heiligen.
Der heutige Ortsname wird als „St. Ingebrehtum“ erst 1180 urkundlich erwähnt.

Politik - Wahlen

StadtratIGB.jpg

Wahlergebnisse Stadtrat

  Wahl 2009 Wahl 2004
Partei Anteil Sitze Anteil Sitze
CDU 35,3 % 17 45,1 % 21
SPD 22,2 % 10 27,1 % 13
Grüne 7,5 % 3 7,6 % 3
FDP 7,4 % 3 4,9 % 0
Die Linke 9,3 % 4
Familie 13,3 % 6 9,5 % 5
FWG St. Ingbert 5,1 % 2
Wahlbeteiligung 54,8 % 49,5 %

Ortsvorsteher

Stadtteil Name Partei
St. Ingbert-Mitte Ulli Meyer CDU
Rohrbach Hans Wagner Familie
Hassel Markus Derschang CDU
Oberwürzbach Lydia Schaar CDU
Rentrich Dieter Schörkl CDU

Verkehr und Infrastruktur

Individualverkehr

St. Ingbert liegt direkt an der Bundesautobahn A 6 zwischen Paris und Mannheim mit den Anschlussstellen Rohrbach, St. Ingbert-Mitte und St. Ingbert-West/Flughafen . Durch das Stadtgebiet von Rentrich bis Rohrbach führt die Bundesstraße B 40.
Über Landstraßen:

Flughafenanbindung

Etwa 10 km Kilometer entfernt befindet sich der Flughafen Saarbrücken-Ensheim, und etwa 30 km entfernt der Flughafen Zweibrücken.

Eisenbahn

In den Stadtteilen liegen vier Bahnhöfe. An der Kursbuchstrecke 670 Saarbrücken - Kaiserslautern - Mannheim: Rentrisch, St. Ingbert, Rohrbach und an der Kursbuchstrecke 674 (Saarbrücken - Landau): Hassel. Auf allen Bahnhöfen halten Regionalbahnen.

Öffentlicher Nahverkehr

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) versorgt die Saar-Pfalz-Bus GmbH. Seit September 2003 werden von dieser in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eigene Stadtbuslinien unter dem Begriff "Ingo-Bus" betrieben.

Stadtbus St. Ingbert

Wohnen in St. Ingbert

Mit seiner Umgebung und all seinen Angeboten gehört St. Ingbert zu den bevorzugten Wohnstädten im Saarland. Saarbrücken, Homburg, Neunkirchen und die Universität des Saarlandes sind schnell und bequem zu erreichen. Dabei leben die St. Ingberter im Grünen. Mehr als die Hälfte des Stadtgebietes besteht aus Wald. Dazwischen schöne Seen in einer hügeligen Landschaft, Wander- und Vereinshütten und alle Freizeiteinrichtungen, die eine liebenswerte Stadt ausmachen. Schließlich bietet die Innenstadt als Einkaufs- und Erlebnisbereich alles, was angenehmes Wohnen an Infrastruktur braucht. Die fünf Stadtteile bieten Wohnbereiche für jeden Geschmack und Geldbeutel. Junge Familien sind in St. Ingbert genau so zu Hause wie ältere Menschen. Für Besucher stehen ein gutes Hotelangebot, Privatzimmer und Ferienwohnungen zur Verfügung.

Krankenhäuser

Kreiskrankenhaus St. Ingbert gGmbH
Haus Elstersteinpark

Kultur - Freizeit - Tourismus

Jugendzentrum

Das St. Ingberter Jugendzentrum, kurz Juz, gehört zu den ältesten in Deutschland, die selbstverwaltet sind. Die Anfänge des Trägervereins „Jugendzentrum St. Ingbert in Selbstverwaltung e. V.“ reichen bis in die frühen 1970er Jahre.

Vereine

In St. Ingbert existieren um die 365 Vereine und vereinsähnliche Organisationen. Darunter fallen 68 Sportvereine. Das Angebot reicht von Karnevalsvereinen über Kirchenchöre bis hin zu Seniorenvereinen.

Museum St. Ingbert

Ehemaliges Museum St. Ingbert

Auf 485 Quadratmetern gab das Museum St. Ingbert einen Überblick über Leben und Werk des St. Ingberter Impressionisten Albert Weisgerber. Weisgerber hinterließ ein umfangreiches Werk, das nach seinem frühen Tod zunächst in Vergessenheit geriet. Mit über 70 Gemälden und vielen weiteren Werken Weisgerbers besitzt die Albert Weisgerber Stiftung einen Großteil seiner Werke, die zwischen dem deutschen Impressionismus und dem beginnenden Expressionismus einzuordnen sind. Das Museum verfügte über eine zusätzliche Fläche von etwa 450 Quadratmetern, die für hochkarätige Wechselausstellungen vorgesehen war, sowie weitere Räumlichkeiten. Zunächst in städtischer Hand wurde das Museum St. Ingbert in die 1991 neu gegründete Albert Weisgerber Stiftung überführt, deren ideelle und finanzielle Träger die Stadt St. Ingbert und der Saarpfalz-Kreis waren. Das Museum wurde auf Vorschlag der Verwaltungsspitze mit Beschluss des Stadtrates im Juli 2007 aufgelöst, das Gebäude („Ehemaliges Landratsamt“) fiel an den Eigner, den Saarpfalz-Kreis zurück, der sich aus der Stiftung zurückzog. Verwaltung und Stadtrat von St. Ingbert beabsichtigen, ein neues Museum im Gebäude der ehemaligen „Baumwollspinnerei“, die sich in Privatbesitz befindet, zu errichten. Das neue Museum sollte nach Aussage der Verwaltungsspitze 2009 in Betrieb genommen werden. Nachdem zwischenzeitlich der Eröffnungstermin auf Herbst 2010 verlegt worden war, wurde er im November 2009 von der Stadtverwaltung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Heimatmuseum St. Ingbert

Das Heimatmuseum beschäftigte sich mit der industriellen Vergangenheit in der Stadt. Von 1991–2006 lief eine Dauerausstellung mit dem Titel „Kohle – Eisen – Stahl“. Es befand sich im Museum St. Ingbert. Beide Museen waren im Gebäude des ehemaligen Landratsamtes des Kreises St. Ingbert am Markt untergebracht, das in den fünfziger Jahren im damals typischen Nachkriegsbaustil der Wirtschaftswunderjahre errichtet wurde.
Das Heimatmuseum wurde im Jahr 2006 auf Anordnung der Verwaltungsspitze aufgelöst.

Besucherbergwerk Rischbachstollen

Besucherbergwerk Rischbachstollen

Der Rischbachstollen ist Teil der ehemaligen Steinkohlengrube St.Ingbert, die 1959 ihre Tore schloss. Der heute zugängliche Teil (etwa 700 Meter Hauptstollen plus mehrere Nebenstollen) wird seit etwa 1990 von engagierten ehemaligen Bergleuten wieder mit Leben erfüllt. Während der Besichtigung des Stollens erhält der Besucher Einblicke in die Arbeit und das Leben der Bergleute von vor über 100 Jahren, als noch Handarbeit vorherrschte und Grubenpferde die Kohlenwagen zogen. Die Besucher dürfen selbst Maschinen bedienen und mit „Schlägel und Eisen“ arbeiten. Nach der Befahrung geht es erneut ins ehemalige Zechenhaus, wo Waschkaue, Lampenstube, Kaffeeküche und ein kleines Museum zum Verweilen einladen. Der Rischbachstollen will Geschichte zum Anfassen vermitteln.
Seit April 2009 ist eine funktionsfähige, renovierte Grubenlokomotive im Einsatz. Sie fährt mit Besuchern in den Hauptstollen ein und lässt sie die Arbeitswelt der Bergleute nacherleben.

Saarländisches Fastnachtsmuseum

Fastnachtmuseum St. Ingbert

Das Fastnachtmuseum wurde am 26. August 1995 eröffnet. Es umfasst alte Mützen, Uniformen, Kostüme und Orden, sowie weitere Gegenstände aus der saarländischen Fastnacht. Nach einem Umzug hat es sich am Innovationspark am Becker-Turm niedergelassen.

St. Ingberter Pfanne

Seit mittlerweile 25 Jahren findet in St. Ingbert die Woche der Kleinkunst statt. Im Rahmen dieses Wettbewerbs wird die „St. Ingberter Pfanne“ als Preis verliehen. Das Festival ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, es zählt zu den drei wichtigsten im deutschsprachigen Raum. Prominenteste Preisträger der St.Ingberter Pfanne sind Rüdiger Hoffmann und Eckehard von Hirschhausen.

Internationales Jazz-Festival

Maceo Parker beim Festival

Im Jahre 2011 jährte sich das Internationale Jazzfestival St. Ingbert zum fünfundzwanzigsten Mal. Sie wurde von dem 2006 verstorbenen Musiker Jörg Jacob zunächst in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums ins Leben gerufen. Durch Aufbau von Kontakten zur internationalen Jazzszene machte er das Festival schnell „fit“ zum Umzug in die Stadthalle. Mit der Unterstützung des seinerzeitigen Kulturamtsleiters Elmar Peiffer, der kulturellen Szene St.Ingberts und wechselnden kreativen künstlerischen Leitern gelang es, das Festival rasch zu seiner jetzigen Größe aufzubauen.
Anfang bis Mitte März eines jeden Jahres findet von Donnerstag bis Samstag ein Festival mit internationaler Besetzung statt. Eingebunden ist die renommierte Veranstaltung in eine enge Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk als Medienpartner.

Oldtimer-Treff St. Ingbert

Im Juni eines jeden Jahres findet in St. Ingbert und Umgebung eines der bedeutendsten Oldtimer-Treffen im Südwesten Deutschlands statt. Etwa 200 Oldtimer (Autos, Motorräder, Motorroller) geben sich ein Stelldichein in St. Ingbert. Kernpunkt des Treffens ist eine Bildersuchfahrt durch den Bliesgau und die angrenzenden Nachbarregionen in Rheinland-Pfalz und Lothringen, die auch Geschicklichkeitsprüfungen enthält. Nach der Rundfahrt werde die Fahrzeuge für das Publikum in der St. Ingberter Fußgängerzone aufgestellt. Veranstaltet wird der Oldtimer-Treff von der "Aktionsgemeinschaft St. Ingbert e.V." und dem städtischen Kulturamt.

Ingobertusmesse

Anfang Oktober eines jeden Jahres (Immer der 3. Oktober in Verbindung zum unmittelbar vorgelagerten oder sich anschließenden Wochenende) findet in St. Ingbert eine der größten regionalen Verbrauchermessen im Südwesten Deutschlands statt. In den beiden Hallen, in einem Großzelt auf dem Marktplatz sowie auf dem angrenzenden Freigelände präsentieren St. Ingberter und Unternehmen aus dem näheren Umfeld ihre Angebote, die die gesamte Produktpalette des täglichen Bedarfs -Waren und Dienstleistungen- umfassen. Die Messe wird vom örtlichen „Verein für Handel und Gewerbe“ in Kooperation mit der Stadtverwaltung ausgerichtet. An drei Messetagen verzeichnet sie etwa 40.000 Besucher. Seit 2008 wird der neu gestaltete Kuppelsaal des Rathauses mit einbezogen. Begleitet wird die Messe von kulturellen und wirtschaftspolitischen Rahmenveranstaltungen.

Edle Steine

Stand mit Auslagen bei der St. Ingberter Börse

Am ersten Novemberwochenende eines jeden Jahres findet in der Stadthalle unter dem Namen „Edle Steine“ eine Mineralien-, Fossilien-, Edelstein- und Schmuckbörse statt. Über 70 teils internationale Händler sind bei der Börse, die sich seit Jahren zur größten ihrer Art im Südwesten Deutschlands entwickelt hat, vertreten. Regelmäßig besuchen über 10.000 Interessenten an den beiden Wochenendtagen die Veranstaltung.

Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse

Im März eines jeden Jahres findet an einem Wochenende in der Stadthalle eine touristische Veranstaltung mit überregionalem Charakter statt, die „Saar-Lor-Lux-Tourismusbörse“. Veranstalter ist der Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit der Stadt St. Ingbert. Zahlreiche touristische Destinationen, aber auch Einzelanbieter aus allen Regionen Deutschlands sowie aus der Großregion (Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien) sind mit ihren Angeboten auf der Börse vertreten. An dem Wochenende werden regelmäßig über 10.000 Besucher gezählt.

Theater

In der Stadthalle finden in unregelmäßigen Zeitabständen Theateraufführungen statt. Pro Saison finden zwischen fünf und zehn Veranstaltungen statt. Zudem gibt es eigene Kindertheaterstücke, die in der Stadthalle aufgeführt werden. Veranstalter ist das Kulturamt St. Ingbert.

A la minute - Kulturmenue

Etwa sechs- bis achtmal pro Jahr veranstaltet die Stadt im Rahmen ihrer Reihe "à la minute - Kulturmenue" Kleinkunstabende in der Stadthalle. Prominente Akteure aus allen Bereichen der Kleinkunstszene wie auch Teilnehmer der "Kleinkunstwoche" präsentieren sich mit ihrem jeweils aktuellen Programm im St. Ingberter Musentempel.

Naherholung und Freizeit

58 Prozent des St. Ingberter Stadtgebietes bestehen aus Wald. Ein dichtes Netz an Wander- und Radwanderwegen steht Interessenten zur Verfügung. In der Kernstadt befindet sich mit der Gustaf-Clauss-Anlage und deren Weiher ein weitläufiger Park, der mit einem großzügig ausgestatteten Spielplatz auch die Kinder anspricht. In Anbindung an diesen Park befindet sich eine Bahnengolf-Anlage mit hohem Niveau.
St. Ingbert verfügt über ein kombiniertes Hallen- und Freibad, dessen Saunabereich höchsten Ansprüchen genügt. In den Stadtteilen rund um die Kernstadt finden sich etliche Weiheranlagen mit gastronomisch betriebenen Fischerhütten.

Stiefel und Teufelstisch

Eine besondere Bedeutung kommt dem St. Ingberter Wahrzeichen, dem Stiefel, zu. Der Stiefel im St. Ingberter Stadtteil Rentrisch ist ein Buntsandsteinfelsen, der durch die unterschiedlich starke Verwitterung verschiedener Sandsteinpakete entstanden ist. Zu ihm führen Wanderwege, die mit zu den schönsten in Südwestdeutschland gehören. Sehenswert auf diesem Berg sind auch die Ruinen des Stiefler Schlosses und der in unmittelbarer Nähe des Stiefelfelsens gelegene, sagenumworbene Teufelstisch.

Gastronomie

St. Ingbert verfügt über eine vielfältige und reichhaltige gastronomische Szene von hohem Standard. Vom einfachen Gasthaus bis zum anspruchsvollen Gastronomie-Tempel findet sich alle Spielarten der Gastronomie. Spitzengastronomische Betriebe, teilweise mit renommierten Auszeichnungen, sind u.a. die "Alte Brauerei" (gehobene französische Küche und saarländische Spezialitäten)[1], die "Trattoria del Postillione" (gehobene italienische Küche)[2] oder der "Goldene Stern" (gehobene internationale Küche)[3].

Eindrücke aus St. Ingbert

Söhne und Töchter der Stadt St. Ingbert

  • Jupp Derwall (* 10. März 1927 in Würselen; † 26. Juni 2007 in St. Ingbert) war Fußballbundestrainer 1978 – 1984.
  • Helmut Groh (* 1931 in St. Ingbert; † 2008) war Professor für Mathematik und Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW).
  • Hanno Haag (* 21. Februar 1939 in St. Ingbert; † 6. Mai 2005 in Ludwigshafen) war ein deutscher Musiker und Komponist.
  • Albrecht Herold (* 20. August 1929 in St. Ingbert) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1965 bis 1994 Präsident des Landtags des Saarlandes.
  • Oskar Holweck (* 19. November 1924 in St. Ingbert † 30. Januar 2007 in St. Ingbert) war ein deutscher Bildender Künstler und Kunstpädagoge.
  • Günter Hotz (* 16. November 1931), ein Pionier der deutschen Informatik, lebt seit 1972 in St. Ingbert.
  • Volker Carl Jacoby (*5. Dezember 1948 in St. Ingbert) Kabarettist, Lyriker, Sänger, Liedermacher, Rezitator, Hörspielsprecher, Cartoonist.
  • Heinrich Kraus (* 9. Juni 1932 in St. Ingbert) ist ein deutscher Schriftsteller, der vor allem wegen seiner Mundartdichtung bekannt ist.
  • Eugen Motsch (* 13. August 1932 in St. Ingbert; † 12. März 2003 ebenda) war Heimatdichter.
  • Siegmund Nimsgern (* 14. Januar 1940 in St. Wendel), lebt in St. Ingbert und ist ein international bekannter deutscher Opern- und Konzertsänger.
  • Fred Oberhauser (* 15. Juli 1923 in Blieskastel) ist Literaturkritiker, Herausgeber von literarischen Führern und Rundfunkjournalist.
  • Christian Rach (* 6. Juni 1957 in St. Ingbert ist ein deutscher Sternekoch, Buchautor, "Rach der Restauranttester" bei RTL.
  • Gerhard Sauder (* 6. September 1938 in Karlsruhe), lebt in St. Ingbert und ist ein deutscher Germanist und Literaturwissenschaftler.
  • Bernd Schneider (* 20. Juli 1964 in St. Ingbert), deutscher Automobil-Rennfahrer.
  • Werner Schramm (* 18. August 1933 in St. Ingbert; † 1. September 2004), Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz (1988 bis 1998).
  • Heinz Vollmar (* 26. April 1936; † 12. Oktober 1987 ), war deutscher Fußballspieler sowohl in der Saarländischen wie auch in der Deutschen Fußballnationalmannschaft.
  • Walther Weis (* 11. September 1890 in St. Ingbert; † 9. Januar 1968 in St. Ingbert) war ein saarpfälzischer Maler des Expressiven Realismus.
  • Albert Weisgerber (* 21. April 1878 in St. Ingbert; † 10. Mai 1915 gefallen in Frankreich war ein deutscher Maler und Grafiker.
  • Christina Weiss (* 24. Dezember 1953), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien von 2001 bis 2005.
  • Erna Woll (* 23. März 1917 in St. Ingbert; † 7. April 2005 in Augsburg) war eine Komponistin und Kirchenmusikerin.
  • Karl August Woll (* 10. Februar 1834 in St. Ingbert; † 17. April 1893 in Straßburg) war ein Dichter.

Ehrenbürger der Stadt St. Ingbert

  • Friedrich von Rudolph (* 4. Mai 1860 in Speyer; † ?), Bergmeister
  • Heinrich Kraemer (* 3. August 1829 in St. Ingbert; † 15. Februar 1912 in St. Ingbert), Hüttenwerksbesitzer
  • Pater Cyprian Fröhlich (* 20. März 1853 in Eggolsheim; † 6. Februar 1931 in München), Geistlicher, Pater des Kapuzinerordens
  • Otto Brauner, (Pfarrer)
  • Karl Becker (* 3. September 1853; † 1938), Brauereibesitzer
  • Peter Eckhard (* 19. Dezember 1886 in Quirnheim; † 29. Dezember 1971 auf Maria Rosenberg), Dekan, Geistlicher Rat und Päpstlicher Hausprälat
  • Prof. Dr. Wolfgang Krämer (* 16. Juli 1885 in St. Ingbert Schnappach; † 31. Oktober 1972 in Gauting bei München), Historiker
  • Adolf Rickert (Rechtsanwalt)
  • Sr. Maria Spiridion (* 23. Oktober 1871 als Maria Keller in Pfronten; † 15. Oktober 1965), Krankenschwester
  • Karl Uhl (* 30. November 1886; † 15. Dezember 1966), Heimatdichter
  • Georg Bleif, (Bürgermeister)
  • Franz Josef Kohl-Weigand, Kunstsammler
  • Gustav Lauer (* 15. Mai 1889; † 29. Mai 1964), Geistlicher Rat (Pfarrer)
  • Peter Josef Oberhauser (* 13. August 1899 in Rohrbach; † ?), Geistlicher (Pfarrer)
  • Elisabeth Koelle-Karmann (* 1. Mai 1890 in St. Ingbert; † 1. Juni 1974 in Altomünster), Malerin und Gattin des Bildhauers Fritz Koelle.

Bürgermeister

Bis zum Jahr 1956 (Georg Bleif) waren die Bürgermeister ehrenamtlich tätig. Seitdem sind die Bürgermeister hauptamtlich tätig.

Bürgermeister der Stadt St. Ingbert seit 1945:

  • Dr. Norbert Schier (1945)
  • Dr. Gelzleicher (1946)
  • Karl Forster, CVP (1946–1948)
  • Georg Bleif, CVP (1948–1956)
  • Dr. Anton Saur, CVP (1956–1960)
  • Dr. Bernhard Kokott, CDU (1961–1971)
  • Dr. Werner Hellenthal, CDU (1971–1973)

Oberbürgermeister der Mittelstadt St. Ingbert

  • Dr. Werner Hellenthal, CDU (1974–1984)
  • Dr. Winfried Brandenburg, SPD (1984–2004)
  • Georg Jung, CDU (2004 - Juni 1012)

Georg Jung wurde in einer Stichwahl am 6. November 2011 nicht wiedergewählt. Er verlor mit 48:52 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Hans Wagner (Familienpartei), der als freier Kandidat gegen Jung konkurrierte. Hans Wagner wird sein Amt als Oberbürgermeister im Juli 2012 antreten.


Städtepartnerschaften

St. Ingbert unterhält
seit 1981 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Saint-Herblain,
seit 1988 dem sächsischen Radebeul, die noch zu DDR-Zeiten entstanden war,
sowie zu Rhodt unter Rietburg seit 1959 eine offizielle "Weinpatenschaft".
Gemeinsam mit der französischen Partnerstadt Saint-Herblain existiert ein Kooperationsabkommen mit der senegalesischen Landgemeinde N'Diaganiao.

Einzelnachweise

[1] Homepage Alte Brauerei
[2] Homepage Trattoria del Postillione
[3] Homepage Hotel-Restaurant Goldener Stern

Quellen - Weblinks